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50Das im Februar 2016 angedeutete große Verkaufssignal für den Sommer hat es nun, wie die Verkaufssignale davor auch, zerlegt. Willkommen weiterhin in der Zentralbankenwelt. Es wird weder einen Brexit, einen Grexit und auch keine Zinserhöhung geben. Alles bleibt wie es ist und man verwaltet den Haufen Scheiße. Klappt ja auch ganz gut bis jetzt. Ob Zentralbanken auch die US-Wahlen manipulieren können, muß abgewartet werden. ;-) Die extreme Rally von Februar bis Ende April hat jedenfalls soviel Dynamik entwickelt, dass sich das Verkaufssignal in meinem Downtrend nicht mehr entfalten konnte. Somit hatte "mein" Downtrend nur wenige Tage Bestand. Einen Uptrend gibt es aber noch nicht, denn mein Trendmodell hängt nun wieder in einer Twilight Zone zwischen zwei Trends. Also in einer sehr großen Range/Seitwärtsmarkt/Schiebezone oder wie man es auch nennen will. Eine Range bedeutet für mich keine Aussage tätigen zu können, wohin der Markt tendiert. Alles ist möglich.

Wie es aussieht, wird der mächtige Bullenmarkt der letzten sieben Jahre nun in einer Range aus- konsolidiert. Käufer und Verkäufer halten sich die Waage. Diejenigen die schon lange drin sind, fangen an zu reduzieren. Alle anderen nehmen ihnen das Zeugs dankend ab. Doch oben reichen die Käufe nicht für neue Allzeithochs und unten reichen die Verkäufe nicht, um den Markt immer tiefer zu drücken. Man hat eine Pattsituation. Wie schon erwähnt, kann nur ein echter Schock einen Crash verursachen. Alles was gerade zur Debatte steht wie Brexit, Zinsen etc. wird schon eingepreist. Erst wenn die ganzen Unsicherheiten beseitigt sind, wird der Markt aus dieser Range nach oben ausbrechen. Dabei besteht aber immer noch die Gefahr eines Fehlausbruchs, denn bekanntlich stürzen Börsen gerne ins Bodenlose, wenn die Masse der Marktteilnehmer angstfrei investiert ist und sich sehr sicher fühlt. Da die Range relativ groß ist, kann es noch Monate mit dem Zickzack weitergehen.

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Blogs erleiden das gleiche Schicksal wie die Google-Suchmaschine. Sie bestehen nur aus Seite eins. Seite zwei besuchen kaum noch welche, weil dort vermeintlich alte und unwichtige Dinge stehen. Es wird gesagt, wer mal eine Leiche verstecken muß der sollte sie auf Seite drei bei Google begraben. Dort findet sie mit Sicherheit niemand! Bei einem Blick in meine Blogstatistiken mußte ich feststellen, dass uralte Artikel die für die Börse oder das Trading immer aktuell sind, garnicht mehr gelesen werden. Sie sind quasi im Internet-Nirvana verschwunden. Deswegen hab ich mir gedacht, hol doch einfach mal ein paar ausgewählte Artikel wieder hervor und liste sie auf. Denn Trader, vorallem Chartanalysten, lieben ja die Vergangenheit. Gibt ja gerade sonst nix Neues hier, da der Chart vom Februar immer noch aktuell ist und die Prognose langsam anfängt sich zu erfüllen. Aktive Trader können auch gerne täglich im Chat vorbeischauen, wenn es ihnen hier zu langsam geht.(Lieber nicht, ich möchte alleine Geld verdienen.)

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WSVDas Jahr ist noch jung, aber die Volatilität steigt und es geht wie erwartet an den Börsen schon ordentlich zur Sache. Das gleich am zweiten Januar alles aus den Depots rausgehauen wurde und damit seit Wochen nicht aufgehört wird, haben sicher die Allerwenigsten erwartet. Ich bin auch etwas überrascht worden, dachte ich doch das Drama verteilt sich über das ganze Jahr. Aber ein anständiger Mix aus Ölpreis, Zinsanhebungen und Negativzinsen, Länderkrisen, Kriegen, Wirtschaftsabschwüngen und Bankeneruptionen muß ja schließlich abgehandelt werden. Heimlich still und leise erfüllt sich auch meine Prognose der Negativzinsen für Kleinanleger. Nebenbei wird noch das Bargeld abgeschafft. Willkommen in der Diktatur Europa. Und die SED war doch echt ne´klasse Erfindung der Kommunisten. Mit einer Totalüberwachung fühlt sich das ängstliche Volk in der globalisierten und gefährlichen Welt gleich viel sicherer. Herzlichen Glückwunsch zur langsamen Abschaffung der Demokratie und des Kapitalismus.

Oder glaubt wirklich jemand die 500 Euro-Scheine werden wegen möglicher Geldwäsche abgeschafft? Muhaha...! Dann nehm ich fünf Hunderter, wenn ich mich unbedingt ins kriminelle Milieu wagen will. Die Abschaffung des Bargeldes dient einzig und allein der totalen Überwachung des Geldes und der Geldflüsse. Aufgrund ganz bestimmter Gründe und Verdachtsmomente, darf zum Beispiel das Finanzamt jetzt schon bei Bürgern die Bankkonten einsehen, ob dort nicht etwas Unversteuertes herumliegt. "Gründe", "Verdachtsmomente"... haha... die Finanzämter nutzen diese Möglichkeit der Überwachung schon mehr als exzessiv! Denn wenn es kein Bargeld mehr gibt, kann man auch nichts mehr verstecken.

Zurück zu den Charts. Schräge, selbstgemalte Linien in Charts kannste meistens knicken. So richtig glücklich bin ich mit den Dingern im letzten Artikel nie gewesen. Wahrscheinlich war ich besoffen, als ich die gemalt habe. Im DAX die sind noch ganz ok, aber die beiden im SPX... *urgs. Naja, sind ja Wochencharts und es sind nur zehn Stäbe dazugekommen. Da kann man noch etwas anpassen.
Meine ursprüngliche Meinung zu 2016 hat sich bis jetzt nicht geändert. Im November 2015 hatte ich mich darüber echauffiert, dass meine Charts und Trendmodelle aktuell so aussehen wie Ende 2007/Anfang 2008 und im Tageschart die Notenbanken ein Desaster erstmal vermieden haben. Glück gehabt! Allerdings wartet im Wochenchart des SPX noch eine Welle, die wirklich alles über den Haufen werfen kann.

Zeitlich sollte der Wendepunkt in den nächsten Wochen anstehen. Dann entscheidet sich ob sich der Sommer 2008 wiederholen wird oder nicht. Was bedeutet: Totalabsturz(Crash). Damit das passiert, muß aber ein schwarzer Schwan her. Also irgendein externer Schock den keiner auf der Liste hat. Bis es soweit ist, muß aber noch so einiges passieren im Wochenchart. Denn Fakt ist auch, dass sich der SPX auf zwei extreme Welten zubewegt. Denn sowohl ein neues Allzeithoch, als auch neue Jahrestiefs sind aufgrund meines Trendmodells möglich. Desweiteren können diese Extreme auch einfach so verpuffen und der SPX dümpelt weiter in seiner langen Range herum. Und alleine diese Tatsache wird die Volatilität nicht senken und das momentan wilde Geschredder fortführen. Und für alle die gerne im DAX rumzocken: Der sieht genauso aus.

Eigentlich ist das eine Analyse für den Mülleimer, weil sowas auch jeden Tag in den Wirtschaftsblättern steht: "Es könnte steigen. Kann aber auch fallen!" Leider sieht es diesmal wirklich so aus! Die Volatilität und die Nervosität an den Märkten, sind ja nicht grundlos plötzlich da. Die Masse an gegensätzlichen Meinungen trifft momentan geballt auf die Märkte.

Meine Prognose von einem Goldpreis unter $1000 hat leider nicht hingehauen. Die $1000er Marke hat tatsächlich gehalten! Denn nachdem die Aktienmärkte und die Stimmung ins Negative umschlugen, wurde wie immer reflexartig beim Gold zugegriffen. Börsenregel.

Euro-Analysen werde ich komplett einstellen. Das Ding benimmt sich entgegen aller Vernunft. Außerdem gibt es da draußen so unfassbar viele erfolgreiche Forexhändler, vorallem die, die es als Hobby betreiben, dass ich nicht auch noch meinen Senf dazugeben muß.

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Der SPX hat die 2050 erreicht. +50 big points. Trade done! Der DAX war im Tief bei 10.150 und hat die 10.000 nur knapp verfehlt. Trotzdem hat in der Nähe dieser Marke sofort wieder Kaufpanik eingesetzt, welche den DAX über 10.500 Punkte getrieben hat. Die sogar erreichten 10.800 Punkte verbinde ich mit dem heutigen großen Verfallstag. Da mußten wohl Schieflagen in Positionen ausgebügelt werden. Die Zinswende in den USA wurde wie erwartet nun endlich eingeläutet. Noch wird sie als harmlos dargestellt, aber schon mittelfristig wird sie erhebliche Auswirkungen in der Finanzwelt haben, denn ich gehe bis Ende 2016 von einem US-Zinssatz über einem Prozent aus.

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende und war eher durchschnittlich. Der S&P 500 kam nach einem wilden Beginn zwischen März und Ende Juli fast völlig zum Erliegen. Sowohl Volatilität, als auch Volumen dümpelten auf sehr niedrigem Niveau. Erst im August wurde der Markt wieder zum Leben erweckt. Hier konnte man sehr deutlich erkennen welche Kräfte freigesetzt werden, wenn etwas aus einer am Ende fast einschläfernden Range ausbricht.

Der DAX hat sich 2015 verhalten, wie die meisten es wohl nicht erwartet haben. Das fast zügellose QE der EZB hat den DAX nicht, wie die US-Märkte das QE der Fed, in neue Höhen getrieben, sondern für einen Rückwärtsgang gesorgt. Der stürmischen Vorfreude zu Beginn des Jahres folgte schon ab April die Ernüchterung. Denn das sich der DAX über einen langen Zeitraum von den US-Märkten in seiner Bewegung abkoppelt, ist extrem unwahrscheinlich. Meine Marktprognose für 2015 war dementsprechend korrekt. Wer mir auf Twitter folgt und etwas Englisch kann, wurde fast das ganze Jahr über punktuell mit Bestätigungen der Prognose versorgt.

In 2016 erwarte ich für den SPX als auch den DAX erneut eine sehr große Range, aber mit steigender Volatilität. Neue Allzeithochs könnten fallen, dürften aber nicht lange Bestand haben. Die Show wird sich im SPX zwischen ca. 1900 und 2250 und im DAX zwischen ca. 10.000 und 13.000 Punkten abspielen. Für Zocker, die jeden Tag ihr Geld verbrennen, wird es im nächsten Jahr gefährlich. Die Burn-Rate wird steigen! Wer wirklich traden kann, darf sich über die Schwankungen freuen. Für Anleger(Rente und so...) dürfte es ein nervenaufreibendes Jahr werden.

Der typischen Kaufsucht in der ersten Jahreshälfte, welche möglicherweise zu neuen Hochs führen wird, sollte zum Jahresende hin die Ernüchterung über immer weiter steigende US-Zinsen folgen. Selbst wenn die EZB ihr QE weiter ausdehnt und die Zinsen nochmals senkt, wird das keinen positiven Einfluß auf die Märkte haben, dafür aber einen negativen Einfluß auf die europäischen Sparer. Denn ich rechne damit, dass in Europa bald Privatleute für ihr geparktes Guthaben Geld bezahlen müssen(Negativzinssatz).

Der Euro ist ein seltsamer Zeitgenosse, an dem wie bei Frau Merkel alles abzuprallen scheint; Teflon-Euro sozusagen. Die US-Zinsen steigen und der Euro auch. Strange! Schlecht Ding will wohl Weile haben, denn mit der Parität zum US-Dollar rechne ich weiterhin.

Gold. No comment. Außer, dass die US$1000-Marke bald fällig ist. Nach unten.

Beim Öl war in diesem Jahr mächtig der Bär los. Das gierige Fracking der US-Amerikaner und das Nichtstun der Araber und der Opec haben für den billigsten Sprit seit Jahren gesorgt. Runter geht´s ja immer schneller als rauf, also wird der Öl-Preis nun sehr lange brauchen, bis er wieder Regionen um die $70 oder $80 erreicht.

In eigener Sache: Da in Deutschland anscheinend niemand US-Aktien und schon garnicht US-Futures handelt, ist die soziale Interaktion(Chat/Kommentare) in diesem Blog völlig zum Erliegen gekommen. Vielleicht bin ich auch zu old school und die ganze Börsenkonversation findet nun in den sozialen Netzwerken, wie der Toilette Facebook, oder auf anderen Kanälen in denen ich mich nicht aufhalte, statt. Aufgrunddessen wird der Blog hier wohl ganz langsam zu Grabe getragen, denn als Alleinunterhalter bekomme ich am Keyboard auf Hochzeiten immerhin noch´n Bier und was zu Essen. *Blog off & *Jammern off. Ganz einfache Lösung.

Frohes Weihnachtsfest, guten Rutsch, viel Erfolg im neuen Jahr und bis irgendwann 2016.

/mz

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Der SPX konnte sein Jahreshoch und der DAX konnte die 11.700 nicht mehr testen, bevor die Reise in die Tiefe begann. Zu schwach die Bullen, zu stark die Bären. Jahresendrally sieht irgendwie anders aus. Aber die Bären, also die ca. 2 Prozent aller Marktteilnehmer, wollen ja auch mal ihren Spaß. Man kann es drehen wie man will, man kann es analysieren wie man will und die Analysten und Experten können in den Massenmedien schreiben was sie wollen. Gerne auch fünf Seiten Geblubber darüber, dass diesmal alles anders ist. Nein, ist es nicht! Die Zinsen regieren die Finanzwelt und sonst garnichts.

Vor 12 Monaten habe ich geschrieben, dass man die Zinsen in den USA zwingend beobachten muß. Über die letzten Jahre habe ich immer wieder geschrieben, dass steigende Zinsen pures Gift für Aktien sind. Nun werden die Zinsen steigen und im Gegenzug die Aktien fallen, oder sich zumindest nicht mehr von der Stelle bewegen.

Der SPX sollte die Korrektur hier beendet haben und sich wieder auf den Weg zurück zur 2050 machen. Wie man sieht, hockt der Index direkt auf allen relevanten MA´s. Solange das Fall ist, wird die Range zwischen 2000 und 2100 bestehen bleiben.

Der DAX befindet sich seit 10.900 in einer "Todeswelle". Bei voller Entfaltung hat sie das Potenzial den DAX unter 9.300 zu drücken! Mal schauen ob das klappt. Vermutlich wird sich der Index aber um die 10.000 wieder fangen, da diese Marke ein guter Support ist und viele Kleinanleger dort einsteigen. Warum? Weils die 10.000 ist, sonst gibt es da keinen weiteren Grund.

Der Euro ist nach meiner -600 Pips to-go-Analyse erstmal satte 300 Pips gestiegen und hat am Jahrestief vom März nochmal die Kurve gekratzt. Bei der EZB hat einer was gesagt. Was ist egal, hauptsache mal wieder den Euro kaufen. Da muß man jetzt mal abwarten, ob das wider Erwarten tatsächlich ein mittelfristiger Boden wird, oder ob die Zinserhöhung der Fed ihn da mit Anlauf durchschießen wird.

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In der letzten Analyse hatte ich eine Bärenmarktrally im S&P 500 und im DAX prognostiziert. Beide haben ihre errechneten Ziele mehr als erreicht. Der SPX die 2.000 und der DAX deutlich mehr als 10.000 Punkte. Anschließend sollten die Indizes ihren im August begonnenen Bärenmarkt fortsetzen und neue Tiefs anvisieren. Aufgrund der Dynamik der Rally, einem Versagen des SMA-200, ständigem Eingreifen der internationalen Notenbanken und letztendlich aus zeitlicher Perspektive, halte ich einen erneuten Absturz vorerst allerdings für unwahrscheinlich. Im November 2011 hat die Fed mit ihrem neuen QE-Programm den Markt gerade noch so vor einem Absturz gerettet. Meine Charts haben damals eindeutig auf fallende Kurse hingewiesen. In diesem Jahr war die charttechnische Situation fast identisch zu 2011 und auch 2007. Die Fed hat ihr Pulver verschossen und statt QE, gibt es wohl eine Zinserhöhung. Alles klar, diesmal könnte das Verkaufssignal zünden!

Aber nein. Zuerst senkt die PBOC die Zinsen und anschließend verdoppelt Herr Draghi sein QE, weils bisher nicht funktioniert hat. Und sollte es auch weiterhin nichts bringen, werden sich Herr Draghi und seine Homies auch demnächst wieder an das alte Wall Street-Verliererzitat halten: "If you have trouble, double!" However, der Markt setzte zu einer fetten Rally an, die am Ende mein schönes Verkaufssignal in nur drei Tagen komplett zerlegt hat. Na toll, was ein Deja-Vu...

Trotzallem bleibt es bis Jahresende hochspannend an den Märkten. Denn am 16. Dezember 2015 hat die Fed ihre letzte Sitzung in diesem Jahr. Und dann soll es tatsächlich geschehen! Eine Zinserhöhung! Bei der letzten Sitzung waren die Anleger schon fast enttäuscht darüber, dass es keine Zinserhöhung gab. Soviele hatten damit gerechnet und sich dementsprechend positioniert und dann kam sie wieder nicht. An diesem Tag hatte sich die Fed lächerlich gemacht. Sollte im Dezember wieder nichts an der Zinsfront passieren und die Fed trotz hervorragender makroökonomischer US-Daten, erneut eine Ausrede finden die Zinsen bei fast Null zu belassen, läuft die mächtigste Bank der Welt Gefahr für nicht mehr voll genommen zu werden.

Mein SPX-Trendmodell hat sich mit dem Versagen des großen Verkaufssignals optimal für den Tag X positioniert. Er befindet sich im Tageschart in der Twilight Zone. Kein eindeutiger Uptrend und kein eindeutiger Downtrend. Wochen- und Monatscharts stehen natürlich weiter auf Uptrend. Der SPX befindet sich also erstmal in einer Range, welche möglicherweise mit sehr umfangreichen Wellen, die nächsten Monate bestehen bleibt.

Der DAX hat einen Ausbruch aus dem seit April 2015 bestehenden Downtrend geschafft und befindet sich, im Gegensatz zu den USA, in der obligatorischen X-Mas-Rally. Hier wird es wohl erstmal in den Bereich 11.700/11.750 gehen. Das Allzeithoch bei ca. 12.400 könnte eventuell in den nächsten Monaten auch noch mal erreicht werden. Mehr ist meiner Meinung nach aber nicht drin. Herr Draghi hat seit Anfang des Jahres die Geldschleusen sehr weit auf und das bei Zinsen nahe oder sogar unter null Prozent. Trotzdem ist der DAX in diesem Jahr in einen Downtrend übergegangen. Wie ich damals schon erwähnt habe, wird das europäische QE der EZB nicht so funktionieren wie in den USA. Selbst wenn der Master of Desaster seine Billiönchen nochmal verdoppelt, wird der Effekt nicht besser werden. Er selber verkauft sein Vorgehen der Masse und den Medien natürlich total positiv.

Da die Deutschen, außer ich, das Gold lieben, auch dazu noch eine wie immer kurze Analyse. Weiterhin Bärenmarkt, 0% Rendite und banges Warten auf den Rutsch unter $1000.

Für den Euro hatte ich, nach der Tatsache, dass Herr Draghi Billionen von Euros aus dem Fenster wirft und die US-Zinsen steigen, die Parität zum US-Dollar prognostiziert. Aktuell steht der Euro nur noch bei knapp 1.06 und die Zinsanhebung der Fed wird ihm den Rest geben. -600 Pips to go!

Fazit: Dank der EZB(die Fed tritt mittlerweile auf die Bremse) wächst und gedeiht die Börsenblase ganz hervorragend. Die "Experten" die sich ständig in die Massenmedien drängen, sehen natürlich keine Blase. Und diejenigen, die sie verursachen sowieso nicht. Denn 1986, 1999 und 2007 war ja auch alles tiptop in Ordnung.

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Vollzeit-Trader zu sein ist sowas wie Profischauspieler, Profisportler oder Profipokerspieler zu sein. Die Zugangsvoraussetzungen sind dort überall sehr einfach. Ein Konto eröffnen, Striche in Charts malen und die Knöpfe "Kauf" und "Verkauf" drücken kann jeder. Schauspielen kann jeder ein bisschen. Fußballschuhe, einen Tennisschläger oder einen Golfschläger bekommt man bei amazon. Ein Kartenspiel auch! Trotzdem verdienen mit all diesen simplen Dingen nur wenige Menschen Geld. Dazu passen einige von Murphy´s Gesetzen. Zum Beispiel: "Die einfachen Sachen sind immer hart." oder "Der einfache Weg ist immer vermint." Es gibt in Deutschland sechs Millionen Menschen die in Vereinen Fußballspielen. Diejenigen die damit ihren Lebensunterhalt verdienen liegen, prozentual gesehen, bei unter einem Prozent. Also Promille. Beim Börsenhandel und ganz besonders beim Daytrading, sieht es nicht anders aus.

Hobby"trader"
  1. Besuchen viele Webinare.
  2. Machen haufenweise Backtests.
  3. Kaufen und sehen Trading-DVDs.
  4. Versuchen emotionslos zu handeln.
  5. Wollen in die Zukunft sehen können.
  6. Lesen und schreiben in Börsenforen.
  7. Studieren hauptsächlich statische Charts.
  8. Beginnen viele Male und hören wieder auf.
  9. Sehen sich haufenweise Youtube Videos an.
  10. Suchen nach einem vollautomatischen System.
  11. Lesen viele Bücher über Trading und Psychology.
  12. Springen von einem Handelssystem zum nächsten.
  13. Haben nicht die Zeit für die harte Arbeit des Tradens.
  14. Versuchen ein eigenes Handelssystem zu entwickeln.
  15. Wollen möglichst viel Geld, in möglichst kurzer Zeit verdienen.
  16. Verbringen sehr viel Zeit damit mögliche Verlierertrades herauszufiltern.
Trader
  1. Haben nicht die Zeit für die ganzen Dinge, die Hobbytrader gerne machen.
  2. Würden gerne, wissen aber: Niemand kann in die Zukunft sehen.
  3. Erwarten, dass sie regelmäßig Verlierertrades haben werden.
  4. Versuchen nicht zwanghaft ihre Emotionen zu kontrollieren.
  5. Studieren Charts und Preisbewegungen in aktiven Charts.
  6. Glauben mehr an ihr Können, als an ihr Wissen.
  7. Haben sich mit sich selbst auseinandergesetzt.
  8. Haben ein festes Regelwerk entwickelt.
  9. Fokussieren sich auf Kontinuität.
  10. Haben eine tägliche Routine.
  11. Haben Praxis gesammelt.
  12. Managen ihr Risiko.
  13. Haben ein Plan.
Es gibt bestimmt noch viel mehr Punkte, aber mehr fallen mir jetzt gerade nicht ein. Wem noch was einfällt, der kann es ja in die Kommentare schreiben. Ich zitiere einfach nochmal(weil mehr als die letzten zwei Blogseiten niemand liest), Neil T. Weintraub aus dem Buch: "Die Tricks der Floor Trader"

Der lateinische Satz "Mundus vult decipi. Ergo decipiatur!"("Die Welt will betrogen sein, deshalb sei sie betrogen.") geht tausend Jahre zurück.

Der größte Selbstbetrug ist, sich selbst als Trader zu bezeichnen, wenn Sie noch einen anderen Vollzeitjob haben. Sie können nicht Trader und Zahnarzt sein. Es gibt eine Pit-Gottheit und die wird das nicht erlauben. Sie ist die einzige Person, die den Titel "Trader" vergibt und sie vergibt ihn nicht an Teilzeitkräfte. Aber Sie können ein Zahnarzt und ein Spekulant sein. Sie können ihr Konto verwalten lassen. Aber Sie können kein Trader sein. Das ist vielleicht der größte Fehler, den die Masse macht. Zu glauben, dass sie Trader sind, während die echten Trader ihnen das Geld abnehmen. [...]

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Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass meine Charts aussehen wie im November 2007? Die starke Uprally kam leider nicht mehr. Jeder Versuch sie loszutreten ist gescheitert. DAX und S&P 500 haben nach meinem Trendmodell nun endgültig den Uptrend im Tageschart beendet. Volkswagen sei Dank! Seit die Indizes unter ihrem SMA-200 notieren, herrscht Bärenmarkt. Interessanterweise hat der DAX schon 24% vom Top verloren, bevor mein Modell sich meldet. Kann passieren. Vielleicht springt es bald schon wieder um, auf Fortsetzung des Uptrends, aber die Wahrscheinlichkeit auf deutlich niedrigere Kurse ist höher. Auch wenn in den Wochen- und Monatscharts für die Bullen noch alles paletti ist, das Desaster beginnt immer im Tageschart und arbeitet sich dann rauf in die höheren Zeitrahmen.

Zuletzt gab es ein ähnliches Chartszenario Ende 2011. Dank der Fed und ihrem QE3, konnten die Indizes gerade noch ihren Kopf aus der Schlinge ziehen. Der Uptrend wurde damals auch beendet, aber nach einem kurzen Bärenintermezzo direkt fortgeführt. Heute sieht die Sache, wie schon mehrmals hier erwähnt, etwas anders aus. Kein QE und keine Hilfe der Fed, sondern eher das Gegenteil: Mögliche, fast sichere US-Zinserhöhung und eine wackelige Weltwirtschaft. Ob die Indizes es nach acht Jahren Dauerbullenmarkt erneut schaffen, sich vor einer benötigten großen Korrektur zu drücken, muß man abwarten.

Charttechnisch haben sich sowohl DAX als auch SPX, nun eindeutig nach unten von ihren SMA-200 und allen anderen wichtigen MA´s verabschiedet. Diese dienen nun als Widerstand. Freihändig, künstlerisch und objektiv gemalte Linien("Malen nach Zahlen" für Erwachsene), sorgen aktuell bei 9500 im DAX für einen guten Support. Sollte sich mein Trendmodell durchsetzen, ist allerdings eher mit 7500 zu rechnen.


Im SPX sieht der Chart ähnlich aus. Schräge Linien halten erstmal noch. Sollten sie das nicht mehr tun, sehe ich ein Kursziel bei 1750.


Fazit: Das die Märkte direkt durchfallen, halte ich für unwahrscheinlich. Zu rechnen ist eher mit einer starken Bärenmarktrally, welche den SPX bis an die 2.000 und den DAX nochmal deutlich über 10.000 Punkte treiben könnte. Die dann folgende erneute Downwelle, ist entscheidend. Wird sie an den jetzigen Tiefs gestoppt oder bricht sie durch zu neuen Jahrestiefs? Die Wahrscheinlichkeit steht zugunsten neuer Tiefs. Der Zeitfaktor für dieses Szenario ist wie immer sehr schwer zu bestimmen.

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Aus dem Nichts fielen die Märkte letzte Woche, bei schönstem Sommerwetter, ins Bodenlose. Alle wollten raus und niemand wollte rein. Die Volatilität und die Umsätze explodierten. Was den Computerhandel betrifft, der diese enormen Kurssprünge verstärkt, kann man nur sagen: Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los. Dramatische Einbrüche dieser Art sorgen meistens auch für zumindest kurzfristige, Veränderungen im Marktsentiment und natürlich für Zerstörung im Tageschart. Am Ende schloß die Woche im Plus. Da stellt man sich nun wieder die Frage: "Was bitte war das jetzt wieder für´ne abartige Show?"

Nachdem die großen Indizes erdrutschartig den SMA-200 durchbrochen hatten, war schnell klar, dass der Weg zurück an den 200er sehr lang wird. Man befand sich quasi von heute auf morgen in einem Bärenmarkt wieder. Denn über dem SMA-200 herrschen die Bullen und darunter die Bären. Trotzallem liefert mein Setup aktuell ein sehr starkes Kaufsignal! Das theoretische Kursziel: Neue Allzeithochs!

Jetzt kommen die Haken.
  1. In 2015 hat der S&P 500 eine Widerstandszone gebaut, die der Berliner Mauer gleicht.
  2. Ein QE der Fed wie in den letzten Korrekturen 2011 und 2014, läuft gerade nicht und es wird auch kein neues QE geben. Das QE der EZB taugt bekanntlich nichts für die Börsen.
  3. Die US-Zinsen sind nicht mehr bei 0% festbetoniert. Es steht eine Zinswende bevor.
  4. China und ein paar Schwellenländer stressen herum.
  5. Die 162% Fibonacci Extension im SPX ist ein Extrem.
  6. Death Cross im SPX. SMA-50 kreuzt SMA-200 von oben nach unten.
Das sind Gründe dafür, keine neuen Allzeithochs zu sehen. Mit Glück endet alles mal wieder in einer etwas größeren Range, die durchaus den ganzen Winter über laufen kann, bevor die Reise nach oben weitergeht. Denn die Wochencharts sind weiterhin im Uptrend und im Bullenmarkt. Und bis dort alles eindeutig auf Bärenmarkt und Baisse steht, wird es noch Monate dauern.

Sollten SPX und DAX in der nächsten Upwelle 2.135 bzw. 11.670 nicht brechen, dann ist für mich der Uptrend in den Tagescharts tatsächlich vorerst vorbei. In der letzten Korrektur wo dieses Szenario auftrat, hat es sechs Monate gedauert, bis sich der Markt wieder für einen eindeutigen Trend entschieden hat. Ob es ein Up- oder ein Downtrend sein wird, bleibt dann abzuwarten.

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