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Der DAX hat das prognostizierte Kursziel im Bereich 12000 bis 12500 erreicht. Nun steckt er fest. Vor neuen Höhen haben die Marktteilnehmer Respekt(Angst). Von denen die investiert sind, will aber noch keiner verkaufen(Gier). Wohin die QE-Milliarden der EZB tatsächlich fließen ist mir unbekannt. Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass sie eher auf amerikanischen "Festgeldkonten" landen werden, sobald die Fed die Zinsen erhöht, statt in einem Index(DAX) der in fünf Monaten um 40% gestiegen ist. Der S&P 500 macht das, was ich schon im Dezember vermutet habe: Nichts. Diesem "Nichts" wird sich der DAX womöglich anschließen. Kurz gesagt, alle warten auf die US-Zinserhöhung und Europa zusätzlich auf die offizielle Pleite der Griechen. Beides sind Gründe Kasse zu machen.


Stillstand auf hohem Niveau.

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Bis jetzt trifft meine Januar-Prognose für das Jahr 2015 zu. Der S&P 500 schwankt in einer größeren Range hin und her, da alle auf eine Zinserhöhung der Fed warten. Voraussichtlich wird die Welle der Zinsanhebungen in den USA im Sommer 2015 starten. Gleichzeitig macht sich der Euro wie erwartet, auf den Weg Richtung Parität. Und man kann davon ausgehen, dass der freie Fall des Euro zum US-Dollar dort nicht sein absolutes Ende finden wird. Und während der Euro den Bach runtergeht, sorgt die EZB dafür, dass der DAX eine Rally gestartet hat, wie wir sie lange nicht gesehen haben. Doch dieser ganze Aufwertungs-, Abwertungs- und Luftpumpen-Mist sorgt für ein sehr großes Fragezeichen, welches wohl bei so manchem Marktteilnehmer graue Haare verursacht: Kann der DAX sich mit den QE-Milliarden vom amerikanischen Markt absetzen(was er noch nie längerfristig getan hat) oder würgt eine Zinserhöhung in den USA die DAX-Rally ab?

Was QE verursacht, haben die USA in den letzten Jahren eindeutig gezeigt. Die Realwirtschaft wird damit leicht angestubst, um sie in Fahrt zu bringen, während gleichzeitig eine Aktienrally in Gang gesetzt wurde, die mit der Realwirtschaft irgendwann nicht mehr viel zu tun hatte. Man kann es auch als Blase bezeichnen. Im Nachhinein kann man sagen, Ex-Fedchef Bernanke hatte mit seinem QE-Experiment Erfolg. Zumindest was das Anstubsen betrifft. Die Folgen für die Zukunft sind aber noch nicht abzusehen. Denn eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Steigen die US-Zinsen, ist die Rally im S&P 500 erstmal vorbei. Im besten Fall endet alles in einer langen Range. Einen Crash wird es nicht geben, dafür sorgt die Fed. Aber einen längeren Bärenmarkt kann sie auch nicht verhindern.

Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der DAX aufgrund der QE-Luftpumpe der EZB, eine ähnliche Rally hinlegen wird wie der S&P 500 in den letzten Jahren. Das bedeutet, dass die 15.000 im DAX schon so gut wie sicher sind. Zinsen bei 0% + Geldregen = Aktienrally. Das ist die aktuelle Formel. Der DAX ist bekanntlich zum großen Teil in ausländischer Hand. Die Deutschen haben keine Aktien und CFD, Forex oder binäre Optionen haben mit dem DAX soviel zu tun wie Äpfel mit Steinen. Die Frage ist nun, gehen die Großinvestoren das Risiko der Luftpumpenrally im DAX ein, oder setzen sie ihrem Risikomanagement entsprechend auf sichere Zinserträge in den USA?

Was sagt die Chartanalyse zum DAX? Dort könnte die Freude über das QE der EZB den Index noch auf 12500 treiben, bevor dann der Chart an seinen extremen Levels scheitert. Für das Scheitern werden wohl die steigenden US-Zinsen sorgen, QE hin oder her. Im Monatschart hat der DAX ein signifikantes 161,8%-Fibonacci-Level erreicht. Desweiteren befindet sich der MACD an einem oberen Extremlevel, an dem er schon mehrmals scheiterte. Eine charttechnisch ähnliche Situation mit einem Erreichen des 161,8%-Fibo und ein MACD am Level der Schmerzen, gab es Ende der 90er Jahre. Das der DAX gerne nach oben, wie auch noch unten übertreibt, ist bekannt. Zu sehen ist das momentan an der Entfernung zum SMA-200 im Tageschart.


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Der Januar hat es in sich. Und wenn man dem Spruch "Wie der Januar, so das Jahr." Glauben schenkt, wird 2015 an der Börse ein wilder, volatiler Ritt. Amateure sagen jetzt: "Aha, kenne den Spruch." Profis wissen etwas mehr, denn sie haben Statistiken. In den letzten 85 Jahren traf der Spruch 62 Mal zu, Trefferquote: 73 Prozent. Gleich zu Beginn des Jahres gab es den ersten Crash. Der hat zwar nicht weltweit die Finanzmärkte bis in den letzten Winkel erschüttert, aber immerhin hat er in Teilbereichen der Finanzwirtschaft diverse Bombenkrater hinterlassen. Drumherum liegen Leichen und Trümmer und die Börse bestätigt eindrucksvoll meine Meinung, dass Börsenhandel Krieg ist. Der schwarze Schwan hat in Form der Schweizer Nationalbank(SNB) zugeschlagen und damit haben wir das erste Opfer im aktuell laufenden, weltweiten Währungskrieg. Die Schweiz. Nach der Entkopplung des Franken vom Euro, legte die schweizer Börse(SMI) den größten Absturz seit 25 Jahren hin. Respekt! Gleichzeitig wurden ein paar Forex-Buden und deren Kundenkonten komplett zerstört.

Das was die amerikanische Bundesbank(Fed) schon seit Jahren vor sich herschiebt, hat die SNB innerhalb eines Tages umgesetzt. Nämlich eine Entscheidung zu treffen und sie direkt umzusetzen, von der auszugehen ist, dass sie große Verwerfungen am Markt hervorrufen wird. Da die SNB aber am Ende pro Tag Milliarden verloren hat um den Franken zu stützen, blieb ihr keine andere Wahl, als den harten Cut zu machen. Diejenigen die nun vor einem Berg von Verlusten sitzen, halten die SNB für dumm und unverantwortlich. Die SNB hält die für dumm und unverantwortlich, die $1.000 haben und mit $1.000.000 an der Forex spekulieren. So gesehen hat die Aktion keinen Falschen getroffen. :-D

Dem DAX hat das alles ziemlich gut getan. Nach einer ersten Schockwelle explodierte der heimische Index dann auf über 10.000 Punkte und neue ATH.

Dann hat sich die Chinesische Volksbank(People’s Bank of China(PBoC)) gemeldet, weil sie ein paar dutzend Milliarden Yuan in die Banken pumpt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die schwächelt nämlich schon etwas länger. Gleichzeitig hat die PBoC angedeutet den Margin-Handel teilzuregulieren, damit die absurde Zockerei in China eingedämmt wird. Daraufhin gings erstmal 7% an der Börse nach unten.

Die Bank of Japan(BoJ) darf im Reigen der aktiven Notenbanken natürlich nicht fehlen. Die hat verkündet, erstmal keine weiteren Zilliarden Yen in den Markt zu pumpen. Schade.

Der nächste Klopper kam von der Bank of Canada(BoC). Die haben mal eben ihre Zinsen gesenkt. Gerechnet hat damit im Vorfeld allerdings niemand.

Und einen Tag später hat die Europäische Zentralbank(EZB) ihren Boss in Helikopter-Draghi verwandelt, der nun bis September 2016, jeden Monat 60 Milliarden Euro über Europa verteilt. Der DAX ging umgehend durch die Decke und der Euro macht sich wie schon im letzten Artikel erwähnt, auf den Weg in neue Tiefen. Die Parität zum US-Dollar innerhalb des laufenden QE-Zeitraums ist damit quasi besiegelt. Für alle die nicht so tief in diesem Thema sind, das europ. QE ist nicht mit dem amerik. QE vergleichbar. Was die EZB treibt, geht eher Richtung dem Trauma Japans. Die hatten nach ihrem QE in ähnlicher Situation, 20 Jahre Dauerkrise. Viel Erfolg, EZB!

Außerdem hat am großen Tag der EZB, die Dänische Notenbank zum zweiten Mal in einer(!) Woche die Zinsen gesenkt und nach der EZB-Entscheidung am Markt mit 7 Milliarden Kronen interveniert, um die Dänische Krone zu stützen.

Man darf gespannt sein, was die diversen Notenbanken dieser Erde demnächst noch so auf Lager haben! Der Januar steht jedenfalls fest im Zeichen der weltweiten Notenbanken. Und wenn die ihre Finger im Spiel haben, spielen die Märkte verrückt. Momentan die Notenbanken allerdings auch! Wenn das so weitergeht: Happy Gambling in 2015!

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Das Börsenjahr 2014 ist nun bald vorbei und hat sich größtenteils wie erwartet entwickelt. Im Sommer hatte ich beim S&P 500 beim Stand um die 1950, schon von dünner Luft geschrieben und bin die ganzen Monate danach bei dieser Meinung geblieben. Sechs Monate später steht der Index aktuell bei ca. 2070. Das sind zwar 120 Punkte mehr, aber wenn man seit Jahren und hunderte von Punkten Dauerbulle ist, liegt man damit noch im Rahmen einer gut prognostizierten Analyse. Völlig überrumpelt wurde ich allerdings im Oktober, wo nach einem Ausverkauf eine Rally gestartet ist, wie sie die Wall Street noch nicht gesehen hat. Satte 250 Punkte ging es mit dem SPX ohne Korrekturen zu neuen Allzeithochs, was zur Folge hatte, dass viele US-Börsenstatistiken neue Levels bekommen haben. Der Goldpreis ist weiter auf dem Weg in Regionen, wo er hingehört. Gold gehört um den Hals einer Frau oder in den Mund eines Gangsters, aber nicht in ein Depot! Überrascht hat der Öl-Preis, der mal wieder in einen Sturzflug übergegangen ist. Wie war das nochmal? Öl ist ein begrenzter Rohstoff?

Der DAX kämpft wie erwartet sehr lange mit der 10.000er Marke. Es wird noch etwas dauern, bis er sie nachhaltig hinter sich lässt. Da die Deutschen aber weiterhin mehr Angst vor Aktien als vor dem Tod haben, werden sie nichts davon haben. Der DAX ist nämlich schon sehr lange zu großen Teilen in ausländischer Hand. Die kleinen Krümelchen die im big Börsenbusiness herunterfallen und meistens vom Wind in den Gully geweht werden, bleiben für die deutschen Zocker übrig. Dazu zählen KO-Zertifikate, CFD, Forex, Optionscheine und Binäre Optionen(*lol). Gibt es eigentlich noch Deutsche, die mit Aktien ihr Börsen-abenteuer beginnen oder landet mittlerweile jeder direkt bei CFD auf den DAX-Index oder an der sauschweren Forex?

Was den Aktienhandel angeht, lief es bei mir wie die letzten Jahre auch. Keine Veränderungen, alles im grünen Bereich. Pattern rocken! Aufgrund kompletten Desinteresses Eurerseits, stelle ich das Thema aber ab 2015 ein. Im Blog gibt es höchstens noch einmal im Monat einen Beitrag. Das Tagesgeschehen wird weiterhin getwittert und im Chat besprochen. Reduktion auf das Wesentliche und Minimalismus sind auch weiterhin meine Vorlieben.

Ausblick 2015

Bereits öfters erwähnt habe ich, dass der nächste Crash-Auslöser aus Asien kommen könnte. Die zocken dort, nicht nur an der Börse, als gäbe es kein morgen. Die Russlandkrise scheint erstmal nicht weiter zu interessieren. Aber irgendwo fängt das Ungemach immer an und aufgrund der globalisierten Welt werden dann anderen Länder, ob sie wollen oder nicht, mit runtergerissen. Und schon wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, welche von kollabierenden Börsen noch verstärkt wird. Aus Amerika wird nichts dergleichen zu erwarten sein, da läuft alles super. Die haben nur wahnsinnige Angst vor steigenden Zinsen. Aus Europa sollte auch nichts kommen, da hier seit sechs Jahren Krise angesagt und das Niveau stabil niedrig ist. Bleibt also nur noch Asien übrig. ;-)

Der Euro hält sich wacker, obwohl Europa, salopp gesagt, komplett im Arsch ist. Da die Amerikaner ihre verdammten Zinsen aber nicht anheben, verharrt die Währung recht stabil über 1.20. Das Blatt sollte sich aber bald wenden, denn die USA müssen aufgrund ihrer robusten Wirtschaft zwangsweise die Zinsen anheben. Aber den Zeitpunkt für eine unfallfreie Zinsanhebung, hat die Fed längst verpasst. Viele Ökonomen sind der Meinung, dass die Fed nicht mehr heile aus der Sache herauskommen wird. Soll heißen, auch die kleinste Zinserhöhung wird sich deutlich am Aktienmarkt bemerkbar machen. Nicht weil es eine Erhöhung von schlappen +0,25% sein wird, sondern weil damit der Bann gebrochen wurde die Zinsen anzuheben. Denn das wird der Startschuß für weitere Zinsanhebungen sein.

Gleichzeitig versucht die EZB nun den Bernanke zu machen und wird damit den Euro wohl erheblich schwächen. Wer meint die Zinsen werden in Deutschland schon wieder steigen, sollte sich eher darauf einstellen die nächsten Jahre(!) mit mageren 0% klarkommen zu müssen. Zum Glück wird die Inflation ebenfalls um die 0% schwanken, somit ändert sich quasi nichts.

Charttechnisch ist der S&P 500 weiterhin in einem astreinen Trendkanal, Uptrend und Bullenmarkt. Dort bleibt nur abzuwarten, wann das absurde und gierige Kaufen nach kleinen Korrekturen beendet wird. Denn das der Markt fünf Tage fällt und anschließend in nur zwei Tagen alles wieder zurückgekauft wird, ist eher ungewöhnlich. Der DAX hängt in einer großen Range fest, mit der 10.000 als Deckel. Sollte die Marke irgendwann geknackt und über einen längeren Zeitraum nicht mehr unterschritten werden, ist der Weg frei.

Neue Allzeithochs sollte es in 2015 mit Sicherheit geben. Im allerschlimmsten Fall entwickelt sich nach der endlosen Rally der letzten Jahre, eine lange und große Range. Einfach um die enormen Anstiege zu verdauen. Was bedeutet, dass der SPX in eine Range eintaucht und der DAX weiterhin so performt wie in 2014. Das Wichtigste von allem sind und bleiben aber die Zinsen in den USA. Die sollte man unbedingt im Auge behalten.

In diesem Sinne, frohes Fest und einen geschmeidigen Gang ins neue Jahr!

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Statt auf der Fahrt nach oben mal etwas zu korrigieren, ist der SPX direkt durchgestartet und hat eine Eigendynamik entwickelt. Trendlinien, Widerstände, Indikatoren, SMA-200 und andere wundersame Techniken der Chartanalyse, zeigten keine Wirkung mehr. Der interessierte Blog-Leser wird feststellen, dass ich vor zwei Wochen fast das Gleiche geschrieben habe. Das die amerikanischen Märkte in den letzten Wochen etwas außer Kontrolle geraten sind, dürfte mittlerweile jeder gemerkt haben. In den Charts sind es nur steile Up- und Downtrends, aber was im Hintergrund abging und abgeht, hat teilweise eine neue Qualität erreicht. Im Sentiment gibt es Konstellationen, wie sie zuletzt vor den großen Crashs gemeldet wurden. Monatskerzen dieser Art, sieht man auch nur alle paar Jahrzehnte mal. Der im letzten Blogartikel erwähnte Sell-out wurde richtig erkannt und der Markt startete eine Erholung. Mit der Ansage, dass der SPX in diesem Jahr die 2000 nicht mehr sieht, lag aber wahrscheinlich nicht nur ich, komplett daneben.

Gibt es bald keine Aktien mehr, wenn wie besessen gekauft wird? Zu Beginn oder in der Mitte eines großen Trends, könnte man das als "noch normal" bezeichnen. Dieser Trend läuft aber schon seit fünf Jahren und die Beschleunigung hat vor einem Jahr begonnen. Das der Markt auf diesem Niveau plötzlich in eine massive Kauflaune fällt, ist daher etwas ungewöhnlich. Zumal die Fed ihr QE-Programm offiziell beendet hat und die Blase nun sich selbst überlässt, während Europa mal wieder kurz vorm makroökonomischen Abkippen steht.
Aber es gibt ja noch die Dauerdeflationsjapaner! Die denken sich, was die Amerikaner und Europäer machen, können wir schon lange! Und wenn die Amerikaner jetzt fertig sind, legen wir erst richtig los! Also hat die BoJ erstmal angekündigt ihr eigenes QE nochmal kräftig auszubauen. Das hatte am Freitag zur Folge, dass sich das auf einem Siebenjahreshoch befindliche japanische Short Interest, in einer Nikkei-Explosion und einem Short Squeeze quasi aufgelöst hat. Der Rest der internationalen Börsenmeute folgte natürlich brav bei Fuß. Der Börsenwahnsinn nimmt also weiter seinen Lauf.

Damit lässt sich auch die extreme Rally in den US-Indizes erklären. Ich halte es für ein Gemisch aus Short Squeeze und der Tatsache, dass die Amerikaner ihr Geld aus Europa abziehen und in den eigenen Markt investieren. Denn die US-Wirtschaft steht ziemlich gut da. Dazu gesellt sich, dass womöglich einige Bullen die seit Monaten zuschauen, nun die Nerven verlieren und einfach nur noch in den Markt rein wollen, um nicht noch mehr zu verpassen. Das ist das Gegenstück zum Sell-out in einem Crash. Zurzeit gilt weiterhin nur diese Formel: Zinsatz 0% + offene Geldschleusen = steigende Aktien und fallendes Gold. Und diese Formel wird angewandt, egal wie gut oder schlecht der Rest aussieht.

Der Bullenmarkt, der Uptrend und der Kanal sind weiterhin intakt, aber es wackelt meiner Meinung nach bedrohlich. Im Gegensatz zu anderen US-Indizes, hat der SPX am Freitag kein neues Allzeithoch geschafft und sollte das schleunigst nachholen. Aber damit nicht genug, die von vielen als sehr bullisch bezeichneten Monatskerzen, sehen eher aus wie ein "Hanging Man"-Pattern, wobei die Bezeichnung "Hanging Hammer" heißen sollte, aber warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Die ganzen "hängenden Männer" müssen nun mit weiteren Käufen eliminiert werden, damit sie sich nicht lehrbuchmäßig nach unten entfalten. Ob das nach dieser verrückten und powervollen Rally klappt, wird sich Ende November zeigen, denn dann ist die nächste Monatskerze fertig.

Sollte der Markt anfangen zu schwächeln, könnte sich die Rally und das neue Allzeithoch auch als fiese Bullenfalle herausstellen. Und aufgrund der Tatsache, dass sich in der aktuellen Rally keine Supports, aber Gaps gebildet haben, kann man davon ausgehen, dass die nächste Konsolidierung erneut crashartige Auswüchse haben wird, welche sich am Ende potenzieren können. Und wenn das nun regelmäßig vorkommt, kann man davon ausgehen, dass da so einige mächtig nervös sind. Auf jedenfall kann man den Börsenoktober 2014 unter "krasse Scheiße" im persönlichen Börsentagebuch vermerken.


Und noch was für Freunde von sich wiederholenden Mustern:


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Statt auf der Fahrt nach unten mal etwas zu bouncen, ist der SPX direkt durchgefallen und hat eine Eigendynamik entwickelt. Meine Analyse von Juni 2013, hat die letzten Tage also noch die Drama-Mütze aufgesetzt bekommen. Trendlinien, Supports, Indikatoren, SMA-200 und andere wundersame Techniken der Chartanalyse, zeigten keine Wirkung mehr. Nach dem üblichen Antesten in der Nähe von Jahreshochs, ob es nun konsolidiert oder nicht, wie es in diesem sehr langen Uptrend immer wieder vorkam und nie richtig funktionierte, hat es diesmal gezündet. Die bisherigen Jahresgewinne 2014, wurden in knapp drei Wochen fast komplett vernichtet. Die Chance, dass wir heute einen klassischen Sell-out gesehen haben, ist, zumindest in den USA, sehr hoch. Trotzallem wurde die letzten Tage doch so einiges in den Charts zerstört. Kurz- und mittelfristig dürfte der Bullenmarkt erstmal vorbei sein. Eine Jahresendrally wird es zwar sicherlich noch geben, aber sowohl die 2.000 im SPX, als auch die 10.000 im DAX werden wir in diesem Jahr nicht mehr wieder sehen.

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Der Ehrenpreis - "anticipation" - Sommer 2014, geht an die Glaskugel von mz. Danke, danke! Seit der letzten Analyse vom 23. Juni hat sich, wie erwartet, in der Zwischenzeit nicht allzuviel getan an den Märkten. Das prognostizierte Gedümpel, mal mehr, mal weniger stark, nahm seinen Lauf. Ok, neue Allzeithochs wurden auch erreicht. Sorry, dass ich nicht auf den Punkt genau die Trendwende vier Monate vorher vorhersehen konnte. Wasser in Wein zu verwandeln klappt auch noch nicht so gut. Übung macht den Meister! Die von mir als Death Zone(Todeszone) bezeichnete Area um die Allzeithochs herum, war also nicht so weit hergeholt. Die Frage ist nun, ob die Korrektur vorbei ist, oder ob die letzten Wochen der Beginn von etwas Größerem sind.

Die amerikanische Fed fährt ihr QE-Programm wie geplant, seit Monaten herunter. Mit Gewalt zu versuchen die Wirtschaftsleistung der USA anzukurbeln, hat funktioniert. Eine Anhebung der Zinsen ist allerdings schon längst überfällig. Die Fed hat Angst! Zinsen in einer Krise zu senken ist einfach, aber Zinsen in einem fragilen Wirtschaftsumfeld anzuheben, welches man selber künstlich hergestellt hat, ist unbekanntes Terrain. Egal was auf der Welt auch passiert, die Börsen reagieren äußerst sensibel, wenn es um die Zinsen geht. Da Europa, man traut es sich fast garnicht zu sagen, auch sechs Jahre nach dem Beginn der Krise, größtenteils immer noch am Stock geht und der nun auch mal wieder kaputt ist, stehen die Amerikaner vor einem Problem. Reißt Europa die USA mit runter?

Sollten die US-Zinsen tatsächlich angehoben werden, steigt der US-Dollar, weil die EUR-Zinsen wohl noch lange bei 0% verharren werden, und das könnte die US-Wirtschaft schwächen. Das will die Fed vermeiden. Also schiebt sie eine Zinserhöhung schon monatelang vor sich her und das wird denke ich, auch erstmal so bleiben.

Der SPX hat den Daily-SMA-200 getestet und den zweijährigen Monatstrend, fast getestet. Die US-Earnings sollten wie üblich sehr gut zu den Schätzungen passen. Es kommt wie immer auf die Ausblicke an. Sind die Chefs optimistisch, stehen neuen Allzeithochs eigentlich nur die 1950 und die 2000 im Weg. Sollte der SPX daran scheitern, muß neu analysiert werden. Deswegen im Dailychart erstmal nur ein kleines, dickes grünes Pfeilchen. Und ja, viele sehen eine Kopfschulterformation und einen Crash. Ich sehe nur eine Schulter, einen Kopf und eine Nackenlinie die möglicherweise ein Support ist.

Was macht der Euro?

Jahrelang haben einige Hedgefonds auf den Niedergang des Euros spekuliert und sich dabei jedesmal die Finger verbrannt. Mittlerweile sitzen aber auch Großbanken auf erheblichen Shortpositionen gegen den Euro. Die sich möglicherweise öffnende Zinsschere zwischen den USA und Europa, spiegelt sich im Euro schon wider. Ob sich der Euro erneut halten kann und alle an der Nase herumführt, bleibt abzuwarten. Wenn die Fed die US-Zinsen nämlich nicht anhebt und die EUR-Zinsen weiter bei 0% bleiben, dann gibt es keine Schere. So einfach ist das. Während die Europäer mit einem schwachen Euro gut leben können, wollen die Amerikaner aber nicht mit einem starken Dollar leben. Lasset die FX-Spiele beginnen!

Charttechnisch hockt der Euro in einem riesigen Dreieck. Support findet er momentan bei ca. 1.22. Ein Ausbruch aus dem Dreieck, egal in welche Richtung, wird mit Sicherheit einen langen Auf- oder Abschwung einleiten. Mit Kurszielen von unter 1.00 oder über 1.60.


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Seit Jahresbeginn schreibe ich davon, dass sich der S&P 500 charttechnisch in dünner Luft befindet. Subjektiv betrachtet. Auf dem Mount Everest heißt die Gegend kurz unter dem Gipfel, Death Zone(Todeszone). Jeder Schritt ist eine Qual, man benötigt Sauerstoff aus Flaschen und für 500 Meter bergauf, braucht man schon mal acht Stunden. So ähnlich kommt mir seit Monaten der Anstieg im SPX vor. Nach dem Ausbruch aus dem Kasten ging es zwar wie erwartet weiter hoch, aber die Dynamik des Anstiegs bis 1950/1955 war nicht gerade euphorisch. Man quält sich regelrecht von einem Allzeithoch zum nächsten, obwohl der Angstmesser $VIX auf dem Niveau der Jahre vor 2007 angekommen ist. Es gibt quasi keine Angst mehr im Markt, was die aktuelle Lage noch gefährlicher macht.

Desweiteren steckt die gesamte Börsenwelt in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite stehen die Amerikaner, die sich aus ihrem tiefen Crash-Loch wieder herausgearbeitet haben und deswegen schon bald die Zinsen anheben(müssen). Spätestens wenn das Tapering dafür sorgt, dass QE beendet ist. Lehrbuchmäßig sollte dann eine Abwanderung von heißgelaufenen Aktien, in Investments die weniger risikobehaftet sind stattfinden.

Demgegenüber steht Europa, dessen Indizes ebenfalls sehr hoch stehen, aber erst kürzlich wurden die Zinsen in Europa auf ein historisches Tief gesenkt. Das bedeutet, dass aufgrund der schlechten, risikoaversen Anlagemöglichkeiten das Geld weiter in Aktien fließen kann und die europäischen Aktien in eine Blase treiben wird.

Welche Kapitalistensau war die letzten Jahre also mal wieder schlauer als die anderen? Genau, die Amerikaner, die Wall Street und allen voran die Federal Reserve Bank.

Mein Handelssystem zeigt noch lange kein Short an. Schaut man sich diesen subjektiven Monatschart des SPX aber einmal an, in den die absoluten Extreme(welche noch Sinn machen) genutzt wurden, um einen simplen Kanal zu zeichnen, dann kann sich jeder selber denken, was passieren wird. Möglicherweise dümpelt der Markt sommertypisch noch einige Wochen an den Hochs herum, bevor sich ein Topmuster ausbildet, welches den Markt dann herbsttypisch korrigieren lässt.


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